by felicitevanille | 8:50 am

Wir brauchen Unterstützung, wenn nicht menschlich, dann zumindest finanziell. Und zwar eher gestern als morgen.  

Manuela Schleswig, ihreszeichens SPD Mitglied, habe ich ja schon ein wenig skeptisch betrachtet, als sie zu Beginn ihrer Amtszeit diese Alleinerziehenden Kampangne gestartet hat. Ehrlich. Ich dachte nicht ernsthaft, dass ihr diese Bevölkerungsgruppe am Herzen liegt. Eher, dass es hier um Wählerstimmen geht. Dann kam der Beschluss zum Unterhalts- vorschuss, der ab 01.01.17 in Kraft treten soll. Also ab diesem Zeitpunkt sollen alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr, die bei nur einem Elternteil leben uneingeschränkten Zugang zu dieser Leistung bekommen. Ich war mehr als überrascht! Nahezu perplex. Allerdings konnte ich auch nirgends eine Einschränkung feststellen, aber auch keine festen Summen. Und so als Zynikerin… Dachte ich mir: Keep calm! Auch wenns “nur” 250 Euro sind, Haben ist besser als Brauchen. Je länger ich alleinerziehend bin, umso bescheidener werde ich.  Es breitete sich Freude aus. Zufriedenheit. Ein kleines Gefühl von Gerechtigkeit. Schön war das, ihr Lieben. Sehr schön. Und dann?

Ja dann kam die CDU. Eine Partei die ein Ehegelöbnis, das vor Gesetz beliebig oft wiederholt werden kann, für bedeutsamer hält, als das Wohl derer, die aus gescheiterten Ehen entstanden sind. Kann man sich das vorstellen? Diese Leistung würde viele Alleinerziehende aus dem Harz 4 Bezug katapultieren, so dass sie endlich wieder autark wirtschaften könnten und der CDU ist das egal. Sind schon alles Mistviecher diese Weiber, die sich trennen. Gehören bestraft. Das Geld könnte man sich ja durch andere gesetzliche Vorgaben von den Vätern wiederholen, würde man in diese Richtung ein wenig nachjustieren. Aber das würde ja die finanzielle Privatsphäre säumiger Väter derb penetrieren. Dass Mutti alle 6 Monate ihre Einkommensverhältnisse offenbaren soll, ist dem Patriachat doch dienlicher, oder wie jetzt? Nein, liebe…. nee, dass darf man so nicht schreiben, denn lieb sind die nicht. Nein CDU, so gehts nicht. Da kommt mal eine, die wirklich sinnvolle Regelungen für eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe initiiert und dann kommt ihr, die damals – ich erinnere – die Herprämienkristina stellte, und crasht einen Hilfeplan. Nein, so kann das nicht gehen und so darf es nicht gehen! Nicht mit uns und unseren Kindern. Wir werden immer mehr und immer lauter. Es wird Zeit für ein “Wir schaffen das” auch für Alleinerziehende im eigenen Land. Und zwar pronto! Ganz ehrlich? Ich bin mir sicher, dass auch, wenn es uns besser geht, immer noch Verbrecher und Psychos in dieser Gesellschaft leben werden. Bestimmt. Aber unsere Kinder haben halt dann einen Risikofaktor weniger, dazu zu werden. Wäre nett. Und nötig. Und zwar zackig.

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